Allgegenwärtig: Die Aluminium-Gefahr

Der Mensch kommt tagtäglich mit Aluminium in Kontakt – ob beim Sprühen des Deos am Morgen, beim Auspacken des Mittagessens oder beim Genuss eines Bieres am Abend. Die Gefahr ist überall – aber ist sie konkret?

Die Antwort ist erschreckend: “Aluminium ist ein Nervengift, kann Menschen krank machen und sogar töten”, erklärt der Toxikologe Chris Exley von der Keele University in England gegenüber Arte Future.

Ganz so schlimm ist es im Alltag aber dann doch nicht. Alufolie beispielsweise kann bedenkenlos genutzt werden. “Reines Aluminium ist so reaktionsfreudig, dass es sich sofort mit Sauerstoff überzieht. Daher ist der Gebrauch nicht extrem gefährlich”, verdeutlicht Klaus Hartmann. Aber: “Aufpassen muss man, wenn Aluminiumverbindungen wie Aluminiumhydroxid direkt in den Körper gespritzt werden, wie es bei vielen Impfstoffen der Fall ist.”

Außergewöhnlich hoch ist die Gefahr, wenn der Mensch besonders anfällig gegenüber Aluminiumverbindungen ist.

Wann ist Aluminium extrem gefährlich?

Die kontinuierliche Einnahme von Tabletten gegen Sodbrennen kann zu Demenzerscheinungen führen – zu dieser Erkenntnis führt schon das Lesen des Beipackzettels; hierzu muss dringlich geraten werden. Ganz konkret wird die Gefahr auch für Schwangere, die oft vermehrt an Sodbrennen leiden – die Einnahme der schmerzlindernden Tabletten erhöht die Gefahr für den Nachwuchs, an Allergien zu erkranken. Diese Tipps helfen Schwangeren gegen Sodbrennen.

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Auch bei Deodorants sollte man die Inhaltsstoffe überprüfen. “Inzwischen gibt es Unmengen von Hinweisen eines direkten Zusammenhangs zwischen Aluminium und Brustkrebs: Bei Frauen mit Brustkrebs konnte ein erhöhter Aluminiumgehalt in der Brust nachgewiesen werden”, so Exley weiter. Zur Verifizierung der Annahme, dieser erhöhte Aluminiumgehalt stehe in Zusammenhang mit der Verwendung aluminiumhaltiger Deos, würden zwar noch genaue Studien fehlen, doch der Verdacht besteht und sollte mehr Beachtung finden.

Grunsätzlich steht fest: Ja, die Gefahr durch Aluminium ist konkret. Das betrifft nicht nur Gebiete, in denen Aluminium in die Gewässer gelangt, wie es in ausländischen Produktionsstätten. Zwar ist die Gefahr, die von Alufolie oder Bierdosen ausgeht gering – gelangen Aluminiumverbindungen aber direkt auf die Haut oder in den Körper, dann ist die Gefahr in vielen Fällen immens.

Mehr zu den Gefahren durch Aluminium gibt es bei Arte!

Picture: (Ricardo Stuckert [CC-BY-3.0-br], Wikimedia Commons)

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